Was ist Plotterpapier?
Plotterpapier ist Spezialpapier für Großformatdrucker (Plotter), das auf Rollen statt auf Einzelblättern geliefert wird. Es ist in Breiten von 297 mm bis 1.524 mm und Grammaturen von 60 bis 120 g/m² erhältlich und wird überall dort eingesetzt, wo Formate größer als DIN A3 gedruckt werden: in Architektur, Ingenieurwesen, Vermessung, Werbetechnik und Produktion. Dieser Ratgeber erklärt die Grundlagen, Papiertypen und Auswahlkriterien.
Was ist ein Plotter?
Ein Plotter ist ein Großformatdrucker, der Zeichnungen, Pläne und Grafiken auf Papierrollen ausgibt. Moderne Plotter arbeiten fast ausschließlich mit Tintenstrahltechnik (Inkjet): Der Druckkopf trägt Pigment- oder Farbstofftinte zeilenweise auf das Papier auf, während die Rolle kontinuierlich transportiert wird. Gängige Geräteserien sind HP DesignJet, Canon imagePROGRAF und Epson SureColor; für sehr hohe Druckvolumen kommen LED- und Tonersysteme wie Océ PlotWave zum Einsatz, die spezielles PPC-Kopierpapier benötigen. Der wichtigste Unterschied zum Bürodrucker ist das Rollenprinzip: Statt einzelner Blätter verarbeitet ein Plotter Rollen mit 25 bis 175 Metern Lauflänge und schneidet jede Zeichnung nach dem Druck automatisch ab. Dadurch lassen sich beliebige Formatlängen drucken – vom A2-Plan bis zum meterlangen Banner. Plotter werden in Architekturbüros, Bauunternehmen, Behörden, Ingenieurbüros und Copyshops eingesetzt.
Was unterscheidet Plotterpapier von normalem Papier?
Plotterpapier unterscheidet sich von Büropapier in vier Punkten: Lieferform, Oberfläche, Tintenaufnahme und Maßhaltigkeit. Erstens wird es auf Rollen mit definierter Breite (297 bis 1.524 mm) und einem Hülsenkern geliefert, der auf die Rollenaufnahme des Plotters passt. Zweitens ist die Oberfläche speziell für Tintenstrahldruck optimiert: Sie nimmt Tinte gleichmäßig auf, verhindert das Ausbluten feiner Linien und trocknet schnell. Drittens ist die Grammatur auf den Verwendungszweck abgestimmt – von leichtem 60-g-Papier für Entwürfe bis zu stabilem 120-g-Papier für Präsentationen. Viertens ist Plotterpapier maßhaltig: Es verzieht sich bei Feuchtigkeit und Temperaturschwankungen deutlich weniger als einfaches Kopierpapier, was für maßstabsgetreue technische Zeichnungen entscheidend ist. Normales Kopierpapier in A4 oder A3 ist für diese Anforderungen weder im Format noch in der Oberflächenqualität geeignet.
- Rollenbreite – muss zum Drucker passen (z. B. 610, 914 oder 1.118 mm)
- Grammatur (g/m²) – bestimmt Stabilität, Haptik und Preis
- Beschichtung – ungestrichen (CAD) oder gestrichen (Farbe/Präsentation)
- Lauflänge – 25 bis 175 m pro Rolle, je nach Grammatur
- Tintenkompatibilität – geeignet für Pigment- und Farbstofftinten

Welche Papiertypen gibt es?
Das Sortiment gliedert sich in sechs Hauptgruppen, die sich in Oberfläche und Einsatzzweck unterscheiden. Ungestrichenes Plotterpapier ist der Standard für CAD- und Linienzeichnungen: matt, schnell trocknend und wirtschaftlich. Gestrichenes Plotterpapier trägt eine Beschichtung, die Farben brillanter wiedergibt – die Wahl für Präsentationspläne, Poster und Grafiken. Wasserfestes Plotterpapier ist für den Außeneinsatz auf Baustellen konzipiert. Transparentpapier ermöglicht Durchlicht-Anwendungen und das klassische Übereinanderlegen von Planständen. Fotopapier in glänzend oder matt liefert fotorealistische Qualität für Renderings und Werbedrucke. PPC-Kopierpapier schließlich ist für Großformat-Kopierer und LED-Drucksysteme wie Océ PlotWave ausgelegt. Ergänzt wird das Sortiment durch Skizzenpapier und neonfarbiges Signalpapier für Markierungen.
Woran erkenne ich das richtige Plotterpapier für meinen Drucker?
Drei Angaben genügen, um das passende Papier zu finden: Druckermodell, Rollenbreite und Anwendungszweck. Die maximale Rollenbreite steht im Datenblatt des Plotters – ein 36-Zoll-Gerät verarbeitet 914-mm-Rollen, ein 24-Zoll-Gerät 610-mm-Rollen und ein 44-Zoll-Gerät 1.118-mm-Rollen. Der Hülsenkern (üblich sind 2 Zoll bei Inkjet-Plottern, 3 Zoll bei vielen PPC-Systemen) muss zur Rollenaufnahme passen. Für den Anwendungszweck gilt die Faustregel: Linien und Text auf ungestrichenem Papier, Flächenfarben und Bilder auf gestrichenem Papier, Außeneinsatz auf wasserfestem Material. In unserem Shop führt die Kategorie „Plotterpapier nach Druckermodell“ direkt zu allen passenden Papieren für über 100 gängige Geräte von HP, Canon, Epson und Océ – inklusive der jeweils verfügbaren Breiten und Grammaturen.
Was kostet Plotterpapier?
Der Preis von Plotterpapier hängt von Grammatur, Beschichtung, Rollenbreite und Abnahmemenge ab. Ungestrichenes Standardpapier mit 80 g/m² ist am günstigsten und für den täglichen CAD-Druck die wirtschaftlichste Wahl. Gestrichene, wasserfeste und transparente Qualitäten liegen darüber, bieten dafür aber spezielle Eigenschaften. Deutlich sparen lässt sich über die Verpackungseinheit: Pakete mit mehreren Rollen sind pro Rolle spürbar günstiger als Einzelrollen. Als B2B-Fachhändler liefern wir über 30.000 Rollen ab deutschem Lager, mit Nettopreisen für Gewerbekunden, Rechnungskauf mit 30 Tagen Zahlungsziel und kostenlosem Standardversand ab 200 € Bestellwert. Die Lieferzeit beträgt in Deutschland 1–3 Werktage.