Formate & Rollenbreiten
Plotterpapier-Rollen gibt es in Breiten von 297 bis 1.524 mm. Die richtige Rollenbreite ergibt sich aus zwei Fragen: Welche DIN-Formate werden gedruckt, und welche maximale Breite verarbeitet der Plotter? Die wichtigsten Breiten sind 610 mm (24 Zoll, bis A1), 914 mm (36 Zoll, bis A0) und 1.118 mm (44 Zoll, Überformate). Dieser Ratgeber erklärt DIN-Formate, Zollmaße und Lauflängen.
Welche DIN-Formate gibt es im Großformat?
Die DIN-A-Reihe folgt einem einfachen Prinzip: Jedes Format ist die Hälfte des nächstgrößeren, das Seitenverhältnis bleibt immer 1 : √2. Ausgangspunkt ist DIN A0 mit 841 × 1.189 mm und genau einem Quadratmeter Fläche. Daraus ergeben sich A1 (594 × 841 mm), A2 (420 × 594 mm) und A3 (297 × 420 mm). Im Planwesen sind zudem Überformate üblich – etwa A0+ oder verlängerte Formate wie 841 × 1.500 mm für Schnitte und Ansichten, die länger als ein Standardbogen sind. Genau hier spielt das Rollenprinzip seine Stärke aus: Die Formatlänge ist auf der Rolle praktisch unbegrenzt, nur die Breite ist durch die Rollen- bzw. Druckerbreite festgelegt. Ein 914-mm-Plotter druckt also jedes Format bis 914 mm Breite in beliebiger Länge.
| Format | Maße (mm) | Passende Rollenbreite |
|---|---|---|
| DIN A3 | 297 × 420 | 297 mm oder auf 420er quer |
| DIN A2 | 420 × 594 | 420 mm oder auf 610er quer |
| DIN A1 | 594 × 841 | 594 / 610 mm oder auf 841/914er quer |
| DIN A0 | 841 × 1.189 | 841 / 914 mm |
| Überformate | bis 1.524 breit | 1.067 / 1.118 / 1.270 / 1.524 mm |
Warum sind Rollenbreiten in Zoll angegeben?
Plotter stammen historisch aus dem angloamerikanischen Raum, deshalb sind Geräteklassen bis heute in Zoll benannt: 24-Zoll-Plotter (610 mm), 36-Zoll-Plotter (914 mm) und 44-Zoll-Plotter (1.118 mm) sind die verbreitetsten Klassen. Die metrischen Rollenbreiten 594, 841 und 1.189 mm entsprechen dagegen exakt den DIN-Maßen A1, A0 und 2A0. Beide Systeme existieren im Sortiment parallel: Zollbreiten (610/914/1.118 mm) nutzen die Druckerbreite voll aus und bieten Beschnittreserve, DIN-Breiten (420/594/841 mm) drucken formatgenau ohne Verschnitt. Ein 36-Zoll-Plotter verarbeitet beide Varianten – sowohl die 914-mm- als auch die 841-mm-Rolle. Welche Breite die richtige ist, hängt vom Workflow ab: Wer Pläne randlos schneidet oder verschiedene Formate mischt, fährt mit der Zollbreite besser; wer ausschließlich ein DIN-Format druckt, spart mit der formatgenauen Rolle Papier.
Welche Rolle passt zu welchem Drucker?
Maßgeblich sind drei Angaben aus dem Datenblatt des Plotters: die maximale Medienbreite, der unterstützte Hülsenkern und der maximale Rollendurchmesser. Die Medienbreite bestimmt die größtmögliche Rollenbreite – auf einem 24-Zoll-Gerät läuft maximal die 610-mm-Rolle, auf einem 36-Zoll-Gerät die 914-mm-Rolle. Der Hülsenkern beträgt bei Inkjet-Plottern üblicherweise 2 Zoll (50,8 mm); viele PPC-Systeme und einige große Produktionsgeräte nutzen 3-Zoll-Kerne. Schmalere Rollen als das Maximum sind immer möglich – eine 610-mm-Rolle läuft problemlos im 44-Zoll-Plotter. In unserem Shop finden Sie unter „Plotterpapier nach Druckermodell“ für über 100 Geräte von HP DesignJet, Canon imagePROGRAF, Epson SureColor und Océ PlotWave die passenden Rollenbreiten direkt zugeordnet – das schließt Fehlbestellungen praktisch aus.

Welche Lauflängen sind üblich?
Die Lauflänge gibt an, wie viele Meter Papier auf einer Rolle sind – üblich sind je nach Grammatur und Papiertyp 25, 30, 45, 50, 90, 100, 150 oder 175 Meter. Die Faustregel: Je leichter das Papier, desto mehr Länge passt bei gleichem Rollendurchmesser auf die Hülse. Ein 75-g-Papier gibt es deshalb mit bis zu 175 m, während 90-g-Qualitäten meist mit 45 bis 90 m konfektioniert sind. Für die Wirtschaftlichkeit zählt der Quadratmeterpreis: Lange Rollen sind pro Quadratmeter günstiger und reduzieren das Rollenwechseln bei hohen Druckvolumen – ideal für Vieldrucker. Kurze Rollen (25/30 m) sind dagegen leichter zu handhaben und die richtige Wahl für gelegentliche Drucke oder Spezialpapiere. Zusätzlich sparen Sie bei uns über die Verpackungseinheit: Mehrrollen-Pakete sind pro Rolle deutlich günstiger als die Einzelrolle.
Wie werden Großformat-Pläne gefaltet?
Für die Ablage in Ordnern und die Übergabe an Behörden werden Pläne nach DIN 824 auf das Endformat DIN A4 (210 × 297 mm) gefaltet. Das Prinzip: Der Plan wird zuerst in Zickzack-Längsfaltungen auf 210 mm Breite gebracht und anschließend auf 297 mm Höhe quergefaltet – so bleibt das Schriftfeld unten rechts stets sichtbar und der Plan lässt sich gelocht abheften, ohne dass die Lochung den Planinhalt trifft (dafür sorgt der Heftrand der Faltung nach Form A). Ein A0-Plan ergibt gefaltet 8 Lagen in der Breite. Für das Falten eignet sich Papier bis etwa 90 g/m² am besten; 120-g-Papier bricht an den Falzkanten und wird besser gerollt transportiert und liegend archiviert. Wer regelmäßig große Planläufe faltet, dem sparen motorische Faltmaschinen viel Zeit – für gelegentliche Pläne genügt die Handfaltung mit Falzbein.